Maler/ Malerin


Tätigkeitsmerkmale
Traditionelles Metier von KunstmalerInnen ist das Herstellen von bildlichen oder ornamentalen Kunstwerken. Sie bedienen sich unterschiedlichster Techniken, wie z.B. Ölfarben, Aquarell, Tempera, Bleistift, Farbstifte, Kohle, Tusche, Hinterglasmalerei, Graffito, Mosaik, Radierungen, Linol- und Holzschnitt sowie Druckverfahren. MalerInnen gestalten außerdem Wandbilder, wobei sie die Farben unmittelbar auf den noch feuchten Putz auftragen (Fresko) bzw. die Zeichnung aus zwei verschiedenfarbigen Putzschichten herauskratzen (Sgraffito).
Über diese "klassischen" Gestaltungsmittel hinaus bedienen sich KunstmalerInnen auch anderer Ausdrucksweisen, z.B. Collagen, aber auch bewegte Objekte, Licht und Ton werden in die Arbeit miteinbezogen. Computer und Neue Medien bieten ebenfalls neue Möglichkeiten.
Neben den rein künstlerischen Tätigkeiten bestehen Beschäftigungschancen bei Buch- und Zeitschriftenverlagen oder bei Film- bzw. Fernsehanstalten. MalerInnen können aber auch als KopistInnen, RestauratorInnen bzw. KonservatorInnen Beschäftigung finden.

Berufliche Anforderungen
Kreativität, künstlerisches Talent, Selbstständigkeit, Organisationstalent, Flexibilität, Bereitschaft zur Mobilität, Frustrationstoleranz; zunehmend wichtiger werden weiters: wirtschaftliche Grundkenntnisse, grundlegende IT-Kenntnisse.

Ausbildungswege
Uni: Bildende Kunst
Weiterbildungsmöglichkeiten bestehen vor allem durch die Teilnahme an Symposien, Kursen oder durch den Besuch von Ausstellungen.
(Um als bildendeR KünstlerIn tätig zu sein, bedarf es nicht unbedingt einer akademischen Ausbildung; KünstlerInnen haben unterschiedlichste Vor- bzw. Ausbildungen, auch der autodidaktische Zugang ist möglich.)

Beschäftigungsmöglichkeiten
Üblicherweise üben KünstlerInnen eine freie künstlerische Tätigkeit aus oder fertigen Auftragsarbeiten an. Als AuftraggeberInnen treten vor allem öffentliche Institutionen, private Institute und Stiftungen und zum Teil Privatpersonen auf. Galerien, Ausstellungslokale und Museen bieten Verkaufsmöglichkeiten für Objekte im Rahmen von Ausstellungen und Vernissagen. In der angewandten Kunst werden auch Tätigkeiten wie Buchillustrationen, Restaurierungsarbeiten, Requisitenbau u.ä. ausgeübt. Weitere Jobchancen bestehen im Unterricht an Kunst(hoch)schulen, als LehrerInnen an höherbildenden Schulen (->> Lehrpersonal an höherbildenden Schulen) und Erwachsenenbildungseinrichtungen, im Kulturmanagement und Kunstjournalismus.
Der Verkauf von Bildern erfolgt zum überwiegenden Teil über Galerien, welche meist in Zusammenarbeit mit den KünstlerInnen Ausstellungen arrangieren, z.T. Kunstmessen beschicken und Kontakte ins Ausland vermitteln. Weitere wichtige Möglichkeiten, die Kunstwerke einem größeren InteressentInnenkreis bekannt zu machen, sind Teilnahmen an Wettbewerben und Symposien, die Erstellung von Katalogen und Werkschauen.)