Allgemeine didaktische Überlegungen

Didaktik als die Theorie des Unterrichtens berührt einen Kernbereich des professionellen Lehrens. Sie befasst sich mit dem prüfenden Hinterfragen der Vielschichtigkeit in der Vermittlung von Bildung. "Was sollen meine Schüler lernen?" und "Wie sollen sie etwas lernen?" sind maßgebliche Fragen, wenn eine Lehrkraft Unterrichtsinhalte strukturiert, Lernziele formuliert, nach angemessenen Unterrichtsmethoden sucht und die erforderlichen Unterrichtsmedien besorgt oder selber herstellt.
Der Unterricht braucht eine entsprechende Vorbereitung, er setzt eine fachlich bündige Planung voraus.

Man mag einwenden, dass die tatsächliche Unterrichtsstunde geprägt ist von nicht vorhersehbaren Situationen und Schülerreaktionen in einem mitunter komplexen interaktiven Gefüge zwischen Lernenden und Lehrenden. Doch die oben angesprochene Steuerung des Unterrichtsgeschehens ist beweglich zwischen den Polen des Festgelegten und Offenen. Der "erfolgreiche" Unterrichtsverlauf verlangt geradezu das Eigene, Persönliche der Lernenden wie der Lehrenden. Jede Stunde ist deshalb in diesem Sinne einmalig und nicht in derselben Weise wiederholbar. Eine angemessene Unterrichtsplanung verhindert aber das Abgleiten ins Beliebige. Die Schülerinnen und Schüler erhalten dadurch Strukturen, die sie im Lernprozess leiten und orientieren.

Sinnvoll erscheint deshalb ein ausgewogenes Verhältnis von für alle Schülerinnen und Schüler Verbindlichem und Möglichkeiten, in denen sie ihre Persönlichkeiten einbringen können und sollen. Die Schülerarbeiten auf dieser Site beruhen auf Aufgabenstellungen, die verschiedene Ergebnisvarianten zulassen. Entsprechende Sachinformationen bildeten die Grundlage für das Stellen von Problemen, zu denen die Schülerinnen und Schüler Lösungen entwickeln mussten. Der Unterrichtsprozess und das Unterrichtsergebnis wurden in ihrer Bedeutung gleich gewertet.